Polarizations

Bei den, mit Polarizations betitelten Arbeiten, nutzt Klimas polarisiertes Licht, das er durch transparente Folien schickt. Durch dieses Licht werden spezielle Farben und Spektren sichtbar - Eine eigenständige visuelle Welt entsteht, die einem permanenten dynamischen Wandel unterliegt. Formen erscheinen und verschwinden, Farben wechseln, die Komposition scheint sich stetig zu erneuern, unabschließbar und ohne erkennbaren Kulminationspunkt.

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Sonic Sculptures

Ein herkömmlicher Lautsprecher mit trichterförmiger Membran, darüber ein bespannter Keilrahmen. Klimas trägt die Farben auf, dann zieht er sich aus dem Aufnahmeset zurück, dreht den Lautstärkeregler hoch, und überlässt die Entstehung des Bildes ganz der Musik selbst. Seine Serie Sonic Sculptures ist ein synästhetisches Zusammenspiel aus Klang, Form und Farbe. Dabei gibt Klimas sich mit einer rein assoziativen Darstellung von Klängen nicht zufrieden. Er hat eine Maschine gebaut, die Schallwellen in Bilder verwandelt. Bei seiner Musikauswahl setzt er sich keine Grenzen durch Epochen oder Stile und zeigt Interpreten wie Karlheinz Stockhausen, Miles Davis und Kraftwerk.

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Foulard

Diese Fotoserie zeigt Seidentücher aus den 1950er - 90er Jahren in einer schnellen Bewegung.
Seltsam unentschieden zwischen Zwei- und Dreidimensionalität, zwischen Bild und Objekt, sind diese Tücher formgewordene Identitätskrise. Stilistisch verweisen sie auf künstlerische Strömungen ihrer Zeit, und von Klimas in Szene gesetzt, zitieren sie den Abstrakten Expressionismus, die Op- und Pop Art und lassen an Künstler wie Rothko, Vaserely oder Lichtenstein denken. Klimas verfolgt bei Foulard den Weg vom modischen Accessoire zurück in die Kunst. Dort, wo er innehält, treffen leuchtende Farbräume auf minimalistische geometrische Muster und entfalten eine überraschend eigensinnige visuelle Kraft.

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Birds

Die Aufnahmen der Raubvögel sind im weitesten Sinne Selbstporträts. Die Vögel durchfliegen eine Lichtschranke, kurz nachdem sie sich in die Luft erhoben haben, und lösen so ihr eigenes Abbild aus. Klimas zeigt sie in einem starken Widerspruch: Obwohl sie im Moment der allergrößten Anspannung fotografiert werden, erscheinen sie vor dem grauen Hintergrund merkwürdig leblos und starr. Indem er die Vögel aus ihrer Befangenheit in verklärende Naturbetrachtung befreit, bricht Klimas mit unseren Sehgewohnheiten. Die Ausschaltung des Kontextes lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die Vögel selbst. So völlig ortlos wirken sie überlebensgroß und fast ein wenig surreal.

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Flowervases

Perfekt arrangierte Blumenvasen werden mit Stahlkugeln durchschossen und im Moment ihrer Zerstörung festgehalten. Von den Projektilen getroffen, zersplittern Glasvasen und sacken Keramik- und Steingutgefäße in sich zusammen. Dabei interessiert sich Klimas nicht so sehr für den Moment der Zerstörung, sondern vielmehr für die sich in einer 7000stel Sekunde vollziehende Transformation. Während bei den Flowervases in der oberen Bildhälfte die Komposition noch absolut harmonisch erscheint, herrscht unten schon das Chaos. Der Gegensatz von Statik und höchster Beschleunigung sprengt die Klischeehaftigkeit des Sujets. Die Gleichzeitigkeit zweier Zustände und die unwirkliche Ruhe der Bilder ziehen den Betrachter in ihren Bann.

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Porcelain Figurines

Aus 3 Meter Höhe fallen die Porcelain Figurines zu Boden, wobei das Geräusch ihres Aufpralls den Auslöser in Gang setzt. Es entstehen gestochen scharfe Bilder von irritierender Schönheit, die mehr sind, als die Summe ihrer Teile. Temporäre Skulpturen, für das menschliche Auge sichtbar gemacht durch die Technik der Hochgeschwindigkeitsfotografie. Nicht so sehr die in Stücke zerspringende Porzellanfigur fällt dabei ins Auge, sondern vielmehr die neu entstehende, dynamische Figur, die die Zeit anzuhalten und sichtbar zu machen scheint.

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